Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Das Fasten im Koran

Über die Praktik des Fastens wird im Koran vergleichsweise wenig ausgesagt und nur wenige Verse geben die Regeln des Fastens wieder:

Sure 2 Verse 183-187:

"Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein. (Das Fasten ist) eine bestimmte Anzahl von Tagen (einzuhalten). Und wenn einer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm)...


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Gottes Worte sind unerschöpflich

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InspirationManche Menschen wähnen sich im Besitz der alleinigen und allseligmachenden Wahrheit. Dieses Phänomen findet sich in etlichen Ausformungen menschlicher Religionen. Am bekanntesten ist dabei die Version des Katholizismus: "Extra ecclesiam salus non est - Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil."

Solche Gedanken finden sich natürlich auch im orthodoxen Islam. Ist es nicht bezeichnend, dass mit einer solchen Handlung Gott selbst der Lüge bezichtigt wird?

 

 

Man kennt es zur genüge: die eine Sekte wirft der anderen Sekte Unglauben vor - was je nach Organisationsgrad natürlich auch umgekehrt prima funktioniert. Ist ja auch logisch. Man besitzt den Koran, also das Wort Gottes und meint damit hätte man sowohl die einzige Interpretation als auch die einzige Möglichkeit der Offenbarung erhalten. Doch was sagt der Korn dazu?

In Sure 31 Vers 27 (aber auch in leicht veränderter Form in Sure 18 Vers 109) lesen wir:

Und wenn alle Bäume, die auf der Erde sind, Federn wären, und der Ozean (Tinte), und sieben Ozeane würden nachträglich ihm zugefügt, selbst dann könnten Gottes Worte nicht erschöpft werden. Wahrlich, Gott ist allmächtig, allweise.

ولو انما فى الارض من شجرة اقلم والبحر يمده من بعده سبعة ابحر ما نفدت كلمت الله ان الله عزيز حكيم

Die Worte Gottes sind demnach ohne Ende. Wenn dies der Fall ist, so ist der Koran, dessen Worte logischerweise begrenzt sind nicht das Ende, der göttlichen Worte. Dies stellt zwar nicht die Intention des Koran als Maßstab bzw. Richtschnur in Frage, gestattet aber definitiv die Erlangung von Wissen und Rechtleitung außerhalb des Koran. Wenn dies aber nun der Fall ist, so verliert der orthodoxe Gebrauch des Wortes Kafir - Ungläubiger jegliche Bedeutung und es erschließen sich die Untiefen einer solchen Manipulation der Definition. Nicht länger können Menschen, die nicht dem Islam des Koran folgen als Ungläubige betitelt werde. Viel mehr muss man diesen Menschen einräumen, ebenfalls den Glanz Gottes erhalten zu haben bzw. diesen erhalten zu können. Einer Alleinstellung des Koran muss daher an dieser Stelle explizit widersprochen werden.

In diesem Lichte erschließt sich auch die Bedeutung von Sure 2 Vers 2:

Dieses Buch, an dem es keinen Zweifel gibt, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen,

ذلك الكتب لا ريب فيه هدى للمتقين

Der Koran dient als eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen, dass bedeutet nicht, dass andere Personen keine Rechtleitung erlangen könnten. Und in der Tat sind die Formen der göttlichen Offenbarung sehr vielfältig:

Und keinem Menschen steht es zu, daß Allah zu ihm sprechen sollte, außer durch Eingebung oder hinter einem Vorhang oder, indem Er einen Boten schickt, um durch Sein Geheiß zu offenbaren, was Er will; Er ist Erhaben, Allweise. (42/51)

وما كان لبشر ان يكلمه الله الا وحيا او من ورائ حجاب او يرسل رسولا فيوحى باذنه ما يشاء انه على حكيم

Auch in diesem Vers wird deutlich, dass Gott nicht einzig durch die Hl. Schriften zu den Menschen spricht. In diesem Sinne kann jeder Mensch Adressat des Wortes Gottes sein. Unabhängig von seiner eigenen religiösen Perspektive.

Möge Gott uns die Kraft geben, diesen Tatsachen gewahr zu sein.


Kommentare  

 
+2 # Schöner Beitrag, Danke!Al Karimo 2012-02-23 22:21
Danke für den tollen Beitrag Andreas. Das hat mir ein wenig die Zweifel und die Scheu genommen mich auch mal mit fern-östlichen Lehren usw auseinanderzuse tzen.

Ma´As Salaama
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+1 # AntwortAdmin 2012-02-23 22:28
Schön, wenn Dir der Artikel weiterhilft.

wa salam,

Andreas
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