Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Zakat im Koran

Definition:

Der Begriff Zakat bedeutet übersetzt Reinheit bzw. Reinigung. Diese Reinigung steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff Sadaqa (Spende). Dies ergibt sich aus dem Vers 103 der Sure 9:

"Nimm aus ihrem Vermögen eine Almosengabe (sadaqa), um sie damit rein zu machen und zu läutern (tutahhiruhum wa-tuzakkiehim bihaa), und sprich den Segen über sie (salli `alaihim)! Dein Segen (salaat) ist eine Beruhigung für sie. Allah hört und weiß (alles). -" (Paret)

 


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Wer kommt in die Hölle?

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In vielen islamischen Internetforen beschäftigen sich die Menschen sehr oft mit einer für sie sehr zentralen Frage: Kommt mein Nachbar ins Paradies?

 

 

Häufig kommt der Nachbar dort nicht hin, weil er ein Ungläubiger ist und die haben von Gott nicht viel zu erwarten, wie etliche Koranverse belegen:

Sure 2 Vers 24: "Und wenn ihr es aber nicht tut - und ihr werdet es bestimmt nicht tun - so fürchtet das Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind; es ist für die Ungläubigen vorbereitet."

فان لم تفعلوا ولن تفعلوا فاتقوا النار التى وقودها الناس والحجارة اعدت للكفرين

In aller Regel fallen dann den Diskussionsteilnehmern noch einige passende Verse ein und alle sind damit zufrieden, dass sie selber ja ins Paradies kommen und der Nachbar auf ewig in der Hölle schmort. Solch ein Weltbild ist natürlich sehr angenehm, wenn man sich auf der richtigen Seite wähnt.

Es ist natürlich vollkommen richtig, dass Ungläubigen im Jenseits nicht gerade Obst und Gemüse versprochen wird, doch die eigentliche Problematik hinter dieser Fragestellung ist, dass die Antwort: "Ja, Dein Nachbar geht in die Hölle, weil er nicht an den Koran glaubt, Unzucht begeht, säuft, sich zur falschen Uhrzeit niederwirft, etc." shirk ist.

Shirk ist Götzendienst bzw. Beigesellung. Man gesellt also Gott andere Götter bei, bzw. schreibt anderen Wesen göttliche Eigenschaften zu. In unserem Falle nimmt der, der die Frage beantwortet für sich in Anspruch zu wissen, wen Gott für einen Ungläubigen hält. Weil also er den Nachbarn für einen verwerflichen Menschen hält, müsse Gott das auch tun.

Gott sieht aber in die Herzen der Menschen und kennt ihre Beweggründe. Wer kann also behaupten, er wisse, was mit seinen Nachbarn geschieht, wenn er nicht einmal sicher weiß, wieso sie sich so verhalten? Vielleicht lehnen sie den Koran ab, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben, vielleicht trinken sie, weil sie mit ihrem Leben nicht klargekommen sind, vielleicht sind sie eine Prüfung für uns?

Doch einige haben nichts besseres zu tun, als sich darüber Gedanken zu machen, ob jemand von Gott verurteilt wird. Doch dies ist Gottes Angelegenheit. Wir sollten unseren Mitmenschen helfen und ihnen das Leben erleichtern!

Und spendet auf dem Weg Allahs und stürzt euch nicht mit eigenen Händen ins Verderben und tut Gutes! Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die Gutes tun. (2:195)

وانفقوا فى سبيل الله ولا تلقوا بايديكم الى التهلكة واحسنوا ان الله يحب المحسنين



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