Definitionen |
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| Begriff | Glossar | |
| Ahadith | Der Begriff Hadīth (arabisch أحاديث , حديث hadīth, ahadīth, ḥadīṯ, aḥādīṯ, „Mitteilung, Erzählung, Bericht“) steht für überlieferte Nachrichten im Islam sowohl profanen als auch religiösen Charakters. Im islamisch-religiösen Gebrauch bezeichnet der Begriff die Überlieferungen über Mohammed: über seine Anweisungen, nachahmenswerte Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verbote und religiös-moralische Warnungen, die im Koran als solche nicht enthalten sind. | |
| Ahl ul Bait | (أهل البيت) Mohammed und seine Nachkommen | |
| Ahl ul Kitab | (أهل الكتاب) Anhänger von Schriftreligionen | |
| Allah | (الله) Gott (als einziger Gott) | |
| Aquida | (عقيدة) Glaubensfundament, Glaubensinhalte; Glaubensrichtung | |
| Aschura | (عاشوراء, ’āschūrā’) „der zehnte (Tag)“, imamitisches und alewitisches Trauerfest am 10. Muharram zur Erinnerung an Husains Martyrium bei Kerbela. Bei den Nusairiern erlitt Husain nicht den Märtyrertod. Er stieg an diesem Tag zum Himmel auf und ließ seinen Doppelgänger Hanzala ibn As'ad asch-Schibami (حنظلة بن أسعد الشبامي) zurück, der sich für ihn aufopferte. | |
| Aya | (آية) Zeichen, Koranvers, Vers einer Sure | |
| Ayat | Plural von Aya: (آية) Zeichen, Koranvers, Vers einer Sure | |
| Azan | (أذان) Öffentlicher Gebetsruf zu den Pflichtgebeten (Salat) des Tages | |
| Basmala | (بسملة ) Die religiöse Formel für: „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes“ | |
| Bida | (بدعة) unerlaubte Neuerung, Ketzerei | |
| Bismilahi rahmani rahim | "Mit dem Namen ALLAHs, Des Allgnade Erweisenden, Des Allgnädigen | |
| Dschihad | (جهاد) Linguistisch bedeutet Dschihad "größtmögliche Anstrengung". Islamologisch bezeichnet Dschihad die Anstrengung des Muslims gemäß seinen Möglichkeiten auf dem Wege ALLAHs mit allen erlaubten Mitteln. Dschihad ist keinesfalls gleichzusetzen mit "Heiliger Krieg", da sich Dschihad auf die Läuterung der Seele bezieht. | |
| Fiqh | arabisch فقه, ling.: „die Erkenntnis, das Verstehen, Einsicht haben in etwas“; ist die islamische Rechtswissenschaft | |
| Fitna | Der islamische Begriff Fitna bezeichnet schwere Zeiten, in denen vermehrt mit Glaubensspaltung und Glaubensabfall gerechnet werden kann. Das arabische Wort fitna (pl. fitan) scheint im Koran mehrmals in der Bedeutung „schwere Prüfung“ bzw. „Versuchung durch Gott“ auf. Gemeint ist eine Prüfung oder Versuchung, die so schwer ist, dass der Glaube (insbesondere der „Glaubensschwachen“) gefährdet ist. Eine andere Bedeutung, die in zahlreichen Hadithen aufscheint, kann mit „Aufruhr gegen die göttliche Ordnung“ umschrieben werden, im Sinne von Glaubensspaltung und Glaubensabfall. Als Fitna par excellence (oder „große Fitna“) gelten die Ereignisse rund um die Schlacht von Siffin 657 und die Herrschaft Muawiyas I., insbesondere die Abspaltungen der Schiiten und Charidschiten. Seitdem bezeichnet Fitna auch Unruhen, Zwist bzw. Aufruhr in der islamischen Gemeinschaft, meist in Verbindung mit Sekten, die von der Mehrheit der Gläubigen (al-dschumla) abgefallen sind. | |
| Hadith | Der Begriff Hadīth (arabisch أحاديث , حديث hadīth, ahadīth, ḥadīṯ, aḥādīṯ, „Mitteilung, Erzählung, Bericht“) steht für überlieferte Nachrichten im Islam sowohl profanen als auch religiösen Charakters. Im islamisch-religiösen Gebrauch bezeichnet der Begriff die Überlieferungen über Mohammed: über seine Anweisungen, nachahmenswerte Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verbote und religiös-moralische Warnungen, die im Koran als solche nicht enthalten sind. | |
| Halal | erlaubt | |
| Haram | Verboten | |
| Hutba | (خطبة) (Freitags)Predigt über religionsrelevante Themen. Eine weitere Bedeutung des Wortes ist: Verlobung. | |
| Kafir | Bedeutet in der koranischen Terminologie jemand, der wider besseres Wissen den Islam ablehnt. Im orthodoxen Islam wird dieser Begriff auf alle Personen, die nicht dem Islam angehören ausgeweitet. Für eine genaue Definition siehe: http://www.meine-islam-reform.de/index.php/artikel/allgemein/122-unglaeubige.html | |
| Kafirun | Plural von Kafir | |
| Muslim | Das Wort „Muslim“ (arabisch مسلم muslim) bedeutet „der sich (Gott) Unterwerfende“ oder „sich (Gott) Hingebende“, analog zu „Islam – Hingabe (an Gott)“. Femininum: Muslima
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| Muslima | Das Wort „Muslim“ (arabisch مسلم muslim) bedeutet „der sich (Gott) Unterwerfende“ oder „sich (Gott) Hingebende“, analog zu „Islam – Hingabe (an Gott)“. | |
| Muslime | Das Wort „Muslim“ (arabisch مسلم muslim) bedeutet „der sich (Gott) Unterwerfende“ oder „sich (Gott) Hingebende“, analog zu „Islam – Hingabe (an Gott)“. | |
| Salat | (صلاة) Rituelles Kontaktgebet, eine der fünf Säulen des orthodoxen Islam. | |
| Shahada | Die Schahāda الشهادة / aš-šahāda auch: taschahhud تشهد / tašahhud aus dem Verb schahida / شهد / šahida /„bezeugen“ (auch im juristischen Sinne) abgeleitet, ist das Glaubensbekenntnis des Islams. Sie ist die erste der fünf Säulen des orthodoxen Islam. "Ich bezeuge, daß es keinen Gott außer Allah gibt und ich bezeuge, daß Muhammad der Gesandte Allahs ist." | |
| Sira | as-Siratu 'n-Nabawiyya السيرة النبوية as-siratu 'n-nabawiyya, as-sīratu ʾn-nabawiyya, „Die Prophetenbiographie“ ist eine literarische Gattung der islamischen Historiographie und beschäftigt sich ausschließlich mit dem Leben des Propheten Mohammed. | |
| Sunna | arabisch سنة,Pl. سنن sunan, sunan, „Brauch, gewohnte Handlungsweise, überlieferte Norm“ - steht im Islam für das, was der Religionsstifter- Prophet Mohammed gesagt, getan, geduldet oder bewusst nicht getan haben soll. Das entsprechende Verb hierzu ist استنّ سنّ , DMG sanna / istanna, „etw.vorschreiben, etw. einführen“. Die Anhänger bezeichnen sich als Sunniten. Die Grundlage für die Sunna bilden die Hadîthe (arabisch: حديث pl. أحاديث). Hadîth bedeutet ursprünglich: „Mitteilung“, „Erzählung“. Der Begriff steht auch für historische Nachrichten sowohl profanen als auch religiösen Charakters. Im islamisch-religiösen Gebrauch umfassen die Hadithe die Überlieferungen der Aussagen von Mohammed, ferner seiner Taten oder seiner stillschweigenden Billigungen oder Ablehnungen von Handlungen, wenn sie in seiner Gegenwart geschahen. Diese Überlieferungen in ihrer Gesamtheit bilden die Sunna des Propheten. | |
| Tafsir | Tafsir arabisch تفسير „Erläuterung, Deutung, Interpretation“, die Exegese des Korans, gehört zu den wichtigsten islamischen Wissenschaftsdisziplinen. Die klassischen Kommentare und Erläuterungen zum Text des Koran folgen dem Aufbau des Korans nach Sure/Vers (āya), wie etwa der monumentale Korankommentar von At-Tabarī, der als klassisches Beispiel eines Tafsir gilt, sich in erster Linie an der Traditionsliteratur orientiert und in einer nach Möglichkeit ununterbrochenen Überliefererkette (isnad) die exegetischen Deutungen der Generation der Gefährten des Mohammed zum Korantext präsentiert. Solche Tafsīr-Werke nennt man at-tafsīr bi-ʾl-maʾṯūr / التفسير بالماثور, da die Exegese sowohl einzelner Wörter als auch der Koranverse mit dem konsequenten Rückgriff auf den Inhalt der Aussagen (aṯar/pl. āṯār) der Gefährten (sahaba) erfolgt. Die traditionelle Auslegung hatte zu keinem Zeitpunkt einen inhaltlich einheitlichen Charakter: Selbst die philologischen Interpretationen des Textes – oft unter Berücksichtigung der Sprache der altarabischen Poesie – sind recht unterschiedlich. | |
| Zakat | arabisch زكاة ; ist im Islam eine Verpflichtung, die auf den Koran zurückgeht. Dabei wird Muslimen vorgeschrieben, einen bestimmten Anteil ihres Besitzes Armen und Bedürftigen sowie anderen festgelegten sozialen Gruppen zur Verfügung zu stellen. | |
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