Ohne Skeptizismus keine Wissenschaft. Dass zugespitzter Revisionismus eine akademische Herausforderung ist, belegen in jüngerer Zeit zahlreiche kontroverse Beiträge zur Frühzeit des Islam. Zuletzt haben der Saarbrücker Religionswissenschaftler Karl-Heinz Ohlig und der Islamwissenschaftler Gerd-Rüdiger Puin versucht, Licht in die "dunklen Anfänge" des Islam zu bringen. In ihrem Sammelband dieses Titels konstruieren sie eine Art Verschwörungsthese: Der frühe Islam des siebten Jahrhunderts sei eine Spielart des Christentums und der gepriesene "Muhammad" sei eigentlich Jesus, die Herrscherdarstellungen mit Kreuz auf den Münzen seien eigentlich christliche Kalifen. Diese Anfänge seien von den Abbasiden Mitte des achten Jahrhunderts, die sich eines verstorbenen Muhammad in Mekka und Medina erinnern wollten, verdunkelt worden. Ohlig hat diesen Ansatz mit sympathischem emanzipatorischen Pathos vorgestellt (F.A.Z. vom 21. November).
Bitte anmelden, für den kompletten Text!| < Zurück | Weiter > |
|---|






Die Shahada ist die erste Säule des orthodoxen Islam und lautet: "La ilaha il allah muhammad rasululah" - "Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter". Es ist bemerkenswert, dass ein solches Glaubensbekenntnis im Koran nicht existiert. In Sure 3 Vers 18 findet sich lediglich folgendes:


